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Das Problem mit der Freizeit.

Das Problem mit der Freizeit.

Wochen-Impulse 08/19

Ich habe mir eine kleine Auszeit gegönnt. Daher kommen die Wochen-Impulse erst heute am Montag. Dieses Aus war ein spontanes. Das Wetter war schön, die Sonne schien, Frühlingsgefühle entwickelten sich und der FC spielte. So ergab es sich, dass ich eine ungeplante Freizeit hatte und mir das Spiel ansah.

Mein schlechtes Gewissen, weil ich nicht am Schreibtisch saß, meldete sich kurz. Fand jedoch bei soviel Freude und Spaß zunächst kein Gehör. Etwas zu tun, weil es mir in den Sinn kommt und damit das geplante über Bord zu werfen, kann zu einem inneren Dialog der subtilen Vorwürfe führen: „Darf ich das? Ist das nicht inkonsequent? Mache ich es mir damit nicht zu bequem? Handel ich verantwortungsbewusst? Verdränge ich nicht das Abarbeiten von unliebsamen B- und C-Aufgaben?“ Vielleicht kennst du auch solche Zwiegespräche mit deinem zweiten Ich.

Am Sonntag wurden sie bei mir deutlicher. Hatte ich doch noch etliche to dos auf meiner Agenda plus derjenigen vom Samstag. „Jetzt nur nicht schon wieder faul sein und es dir bequem machen“ flüsterte mir eine Stimme ins Ohr. Mit etwas Unwohlsein habe ich sie überhört und den Frühling mit der wärmenden Sonne in mein Herz gelassen. Der ausgedehnte Spaziergang im Stadtwald spendete Energie, gab Kraft und tat einfach nur gut. Die Wärme strömte durch den ganzen Körper und vermittelte ein Gefühl von Leben, von erwachendem Leben.

Die eigene Balance finden, kann eine Herausforderung sein. Sie ist jedoch eine der wichtigsten Aufgaben für den eigenen Energiehaushalt. Es ist für mich wichtig eigenverantwortlich zwischen Belastungs- und Ruhephasen zu entscheiden. Zu prüfen, welche Aufgaben sind von höchster Priorität und dulden keinen Aufschub und welche können delegiert oder zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden. Die Tücke könnte im Detail liegen. Gibt es für mich unliebsame Tätigkeiten, die der selbstgewählten Aufschieberitis zum Opfer fallen, wird es auf Dauer nicht einfacher. Die Gedanken holen mich ein und damit auch Stress und Unwohlsein. An dem Punkt kann ich Freizeit, Entspannung und Ruhe nicht genießen.

Zum Abschalten benötige ich nicht nur das innere, positive Gefühl „Ja, ich darf jetzt freie Zeit haben“, sondern auch die Ehrlichkeit mir gegenüber: Was schiebe ich aus welchem Grund auf? Des deutschen liebstes Möbelstück, die lange Bank, kann zum Ort der Unruhe werden und das vielleicht notwendige Abschalten verhindern.

In diesem Sinne wünsche Dir allzeit die für dich richtige Balance, einen ausgewogenen Energiehaushalt und wundervolle Impulse für die nächsten 7 Tage.

Bleibe inspiriert.

Holger Lüttgen

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Quelle Bild Lange Bank: Fotolia©Peter Adrian