Employer Branding aus der Außensicht

Felix´s Impulse 112/ 2022

Employer Branding auf den Weg zu bringen ist eine echte Entscheidung. Die notwendigen Befragungen, Analysen und die Entwicklung sind vergleichsweise einfach. Es kostet Ressourcen an Mitarbeitern, Zeit und Geld. Die Herausforderung kommt mit der Implementierung und dem Leben der Arbeitgebermarke. Aus der Außensicht einer Führungskraft einen Blick auf einen möglichen neuen Arbeitgeber. Was erwartet er?

Wer beschäftigt sich überhaupt mit diesem Thema? Theoretisch alle Unternehmen zwischen Flensburg und Zugspitze, die um Fachkräfte buhlen oder schon im Mangel sind. In der Praxis sind wahrscheinlich eher die Unternehmen schon auf dem Weg zu einer mitarbeiterorientierten Marke, die schon seit Jahren aktiv eine Wertekultur leben. Ein Unternehmen, dass eher von oben nach unten regiert wird, mit patriarchalischer Struktur, wird wohl noch andere Transformationen vor sich haben, bevor Patron loslassen kann.

Wie sollte ein idealtypischer Arbeitgeber aussehen? Was soll er verkörpern? Welche Arbeitsatmosphäre sollte herrschen? Welche Werte soll er im Innen und Außen leben?

  • Mensch vor Ertrag
  • Fehler- & Vorschlags-Kultur
  • Mitarbeiterentwicklung
  • Höchstmaß an Eigenverantwortung
  • Freiheit beim Arbeitsort (Office, Home, Mobil)
  • Flexible Arbeitszeiten & Jobsharing
  • Aktive Familienzeit, Sabbatical
  • Transparente, offene Kommunikation
  • Faire Honorierungsmodelle
  • Gemeinwohlorientierung
  • Gesundheit & Sport
  • Nachhaltigkeit & Fairness für alle Stakeholder
  • Onboarding-Konzept bis Ende der Probezeit
  • etc.

Dieser unvollständige Wunschkatalog lässt sich vielseitig im Prozess der Markenentwicklung erweitern und priorisieren. Diese wenigen idealtypischen Aspekte, die der zukünftige Arbeitgeber leben sollte, verdeutliche bereits wie komplex der Veränderungsprozess ist und lässt gleichzeitig erahnen welche Herausforderungen im Arbeitsalltag auf Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter zukommen. Der interne Transformationsprozess ist die eigentliche Aufgabe, die es respekt- und liebevoll zu meistern gilt. Es sollte allen Beteiligten klar sein, dass nicht jeder Kollege mitgenommen werden möchte und kann. Ich empfinde das als in Ordnung. Hier gilt es einen sauberen, wertschätzenden Weg des Abschieds zu finden und zu gehen.

Hast du Teil 1 zum Thema verpasst? Kein Problem, hier nachlesen.

Wundervolle Impulse für die nächste Woche.

Bleibe inspiriert.

Holger

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