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Wie Glaubenssätze Veränderungen beeinflussen.

Wie Glaubenssätze Veränderungen beeinflussen.

Einfach Karriere – Wochen-Impulse 70/ 2020

Glaubenssätze sind zunächst keine Realität, sie sind nur das, was jemand glauben möchte. Und dennoch kann bekanntlich der Glaube Berge versetzen1. Wie passt das zusammen und welchen Einfluss haben Glaubenssätze auf Veränderungen?

“Ein Problem kann man nicht mit der Art des Denkens lösen, die es geschaffen hat.”2 Im täglichen Leben geben uns Glaubenssätze halt, sie stellen, wie auch Werte, ein Art Leitplanke für uns dar. Sie sind das Baumaterial, mit dem wir unsere Wirklichkeit stabilisieren, bieten Orientierung und können vermeindlich vor Enttäuschungen und falschen Entscheidungen schützen. Kulturbedingte Überzeugungsmuster, Einstellungen, persönliche oder fremde Erfahrungen werden zu Glaubenssätzen verallgemeinert. Mit ihrem Bezug zu Ursachen, Bedeutungen und Identitäten bestimmen sie, wie wir Informationen gewichten, interpretieren und wie wir mit diesen umgehen. Damit haben sie einen signifikanten Einfluss auf Veränderungen – im Positiven, wie im Negativen.

Robert Dilts, einer der Mitbegründer des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren), bennet drei Gründe für Glaubenssätzen:

  • Ursachen (Vergangenheit),
  • Bedeutungen (Gegenwart) und
  • Grenzen und Möglichkeiten (Zukunft).

Diese können sich auf die Welt, die uns umgibt, unser Verhalten, unsere Fähigkeiten und unsere Identität beziehen.

Unsere Sicht der Dinge prägt unsere Glaubenssätze.

Der amerikanische Soziologe W.I. Thomas vertritt die Auffassung, dass die Wirklichkeit in ihren Konsequenzen so ist, wie die Menschen sie wahrnehmen und definieren. Meine subjektive Sichtweise auf die Welt formt meine Wirklichkeit von ihr und beeinflusst damit meine Handlungsweisen.

In meinen Veränderungs-Begleitungen höre ich von meinen Kunden beispielsweise folgende Glaubenssätze: „In meinem Alter gibt es keinen anspruchsvollen Job mehr für mich.“ Oder „mit meiner Erfahrung werde ich leicht wieder einen interessanten Job finden“. Im beruflichen Veränderungsprozess kann mich ein negativer Glaubenssatz behindern, ein positiver jedoch stimmulieren.

Wenn wir glauben etwas nicht zu können, werden wir unbewusst einen Weg finden, jedes andere Ergebnis zu verhindern und dies so interpretieren, dass das Resultat mit unseren bestehenden Glaubenssätze übereinstimmt. „Ich wusste von vorneherein, dass ich eine Absage auf meine Bewerbung bekomme würde. Ich bin eben zu alt.“

Glaubenssätze in Bezug auf die Identität.

Die meisten Menschen sind sich ihrer Glaubenssätze nicht bewusst. Sie halten ihre Gedanken und Werte für normal, auch wenn sie damit keine oder die falschen Ergebnisse erreichen. Einschränkende Glaubenssätze (engl.: limiting beliefs) sind ein wichtiger Grund, warum jemand nicht so erfolgreich, glücklich oder gesund ist, wie er/ sie es sein könnte. Wer willens ist sie positiv zu verändern, wird auch seine Sichtweise auf die Welt und damit sein Leben ändern.

Diese Fragen können u.a. helfen etwas mehr Klarheit zu erlangen: Was führt mich dazu, etwas zu tun und was bedeutet mein Verhalten in dieser Situation? Was sind meine persönlichen Grenzen und Einschränkungen?

Negativen Folgen von Glaubenssätzen.

In den Veränderungs-Prozessen beobachte ich unterschiedliche emotionale Reaktionen:

  • Hoffnungslosigkeit. Das ersehnte Ziel ist grundsätzlich nicht erreichbar, unabhängig von den eigenen Fähigkeiten oder meiner Person („Krebs ist unheilbar“).
  • Hilflosigkeit. Das erwünschte Ziel ist grundsätzlich erreichbar, aber nicht für mich („Andere können das, aber bei mir wird es nicht funktionieren“).
  • Wertlosigkeit. Ich habe das erwünschte Ziel nicht verdient, weil ich etwas getan/ nicht getan habe („Es steht mir nicht zu, ein leichtes Leben zu leben“).

Robert Dilts hat eine Liste von fünf Fragen formuliert, mit denen Du die einschränkenden und negativen Glaubenssätzen in Bezug auf Deine Ziele schnell herausfinden kannst.

  1. Ist das Ziel, das ich erreichen will, auch wert, erreicht zu werden? Warum?
  2. Ist es mir möglich, dieses Ziel zu erreichen?
  3. Was muss ich tun, um mein Ziel zu erreichen?
  4. Habe ich die Fähigkeiten, mein Ziel zu erreichen?
  5. Verdiene ich es, mein Ziel zu erreichen?

Eine NLP-Empfehlung lautet: „Verändere den Fokus Deiner Glaubenssätze und Du veränderst die Realität. Dein Leben wird sich durch Deine geänderte Wahrnehmung (Deiner Welt) verändern.“ Die Welt ist so lange grau, bis Du sie bunt streichst.

Wundervolle Impulse für die nächste Woche.

Bleibe inspiriert und gesund.

Holger

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1 Vgl. Bibel Einheitsübersetzung 2016, Matthäus 17,20 Er antwortete: Wegen eures Kleinglaubens. Denn, amen, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort! und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.” https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us17

2 Zitat: Albert Einstein

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