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Was bedeutet Karriere? Teil 2.

Was bedeutet Karriere? Teil 2.

Einfach Karriere – Wochen-Impulse 79/ 2020

Der hat Karriere gemacht“ sagen Unbeteiligte, wenn sie eine Person im feinen Business-Zwirn sehen, die soeben aus einem schwarzen Auto der Oberklasse steigt und mit federnden Schritten in der Zentrale eines namhaften Unternehmens verschwindet. Weiss einer der Umstehenden auch noch, dass es die Geschäftsführein war, kommen die anderen an bewundernden Bemerkungen nicht mehr vorbei.

Gesellschaftlich wird Karriere überwiegend als linearer beruflicher und damit sozialer Aufstieg mit hohem Gehalt, Dienstwagen, Prestige und wenig Freizeit verstanden (siehe hierzu auch Teil 1, Wochen-Impulse 73/ 2020). Die Sparkasse hat das heiter-ironisch Mitte der 1990er Jahre so auf den Punkt gebracht: Mein Haus, mein Auto, mein Boot.

Wie stark beeinflusst dieses gesellschaftliche Bild mein eigenes Karrieredenken? Wie sieht meine persönliche Sichtweise aus? Wie schwer ist es sein eigenes Karrierebild zu zeichnen und zu leben?

In meinen Outplacement-Beratungen stelle ich immer wieder fest, dass diese zunächst einfache Frage (Was bedeutet für Sie Karriere?) in der Beantwortung doch nicht so trivial ist. Die Antwort hat nicht nur mit meiner Selbstreflexion zu tun, sondern vor allem mit Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit.

Ist mir bewusst, was für mich Karriere bedeutet. Kann ich zu meinem persönlichen Verständnis von Karriere stehen? Die Klarheit der Antwort hilft beim Veränderungsprozess. Die eigene Überzeugung möglicherweise auch gegen den Druck aus der Umgebung zu vertreten, auszuhalten und zu leben. Das zeugt von innerer Stärke.

Es gibt nicht die Karriere! Es gibt nur deine Karriere!

Beruflicher Erfolg ist nicht nur linear nach oben, sondern auch horizontal machbar. Eine klassische Fachkarriere ohne Führungsverantwortung ist ein Karriereweg für den sich viele entscheiden, weil sie nicht die Neigung haben andere Kollegen führen zu wollen. Vielleicht haben sie auch erkannt, dass sie die Führungskompetenzen nicht haben. Dies zu erkennen ist gut, weil man sich sonst unnötig unter Druck setzt und meint eine gute Führungskraft – im Sinne der gesellschaftlichen Erwartungshaltung – abgeben zu müssen.

Darüber hinaus sind Fachleute, die auf ihrem Gebiet gut sind, mehr denn je gefragt. In Stabsstellen, in Projektteams und zunehmend in agilen Arbeitsgruppen bedarf es keiner klassischen Führungskraft mehr. Hier sind Mitarbeiter mit einer fundierten Fachkompetenz gefragt, die team- und zielorientiert, eigenverantwortlich Probleme lösen können.

Die heutige horizontale Karriere passt möglicherweise besser in eine sich schnell verändernde Arbeitswelt, die agil denkt und handelt. Hier hat sich die vertikale Karriere mit Befehlston und purem Machtstreben schon abgeschafft. Zukünftig sind coachende Führungskräfte gefragt, die auf Augenhöhe mit ihren Mitarbeitern umgehen und diese unterstützen sich beruflich sowie privat zu entwickeln.

Viel Spaß und Erfolg bei der Gestaltung deiner Karriere. Bei Fragen gerne eine Mail senden.

Wundervolle Impulse für die nächste Woche.

Bleibe inspiriert.

Holger

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Besuche zur Ergänzung auch Teil 1, Wochen-Impusle 73/ 2020

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