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Eine wahre und eine schöne Geschichte zum Geldkreislauf.

Eine wahre und eine schöne Geschichte zum Geldkreislauf.

Wochen-Impulse 32/2019

Das übliche Tauschgeschäft in der Wirtschaft – zumindest in der Arbeitswelt – ist Zeit gegen Lohn, Gehalt oder Honorar oder Ware/Dienstleistung gegen Geld. Nach eingebrachter Zeit, beispielsweise nach einem Monat, fließt Geld. Bei Lohn- und Gehalts-Empfänger ist das alles klar geregelt. Bei Honorar-Empfängern im Prinzip auch. Aber … .

Die schöne Geschichte – Der Kreislauf des Geldes.1

Vor nicht allzu langer Zeit trug sich in einer Stadt Folgendes zu: Die
Zeiten waren schlecht und beinahe jeder lebte auf Kredit.

Spontan buchte ein Reisender ein Zimmer für eine ganze Woche und hinterlegte 100 Euro als Kaution.

Der Gastronom lief mit dem Geldschein sofort zum Metzger, um seine
Schulden zu begleichen.

Dieser klopfte umgehend beim Bäcker an die Türe, um ihm seine geliehenen 100 Euro zurückzugeben.

Der Mann staubte sich das Mehl von seiner Schürze und suchte den Müller auf, um seine offene Rechnung zu bezahlen.

Der Müller ging mit dem Geld zum Bauern, dem er noch den Betrag für das Korn des letzten Jahres schuldete.

Der Bauer spähte nach seiner Frau und steckte schnell das Geld ein, um beim Wirt seine längst ausstehende Zeche zu bezahlen und um sich gleich noch ein Bier zu gönnen.

Dieser beglich sofort seine Schuld bei einem Getränkelieferanten, der den Schein umgehend an einen Genossenschaftsanleger zurückzahlte.

Jener gab das Geld an eine Dame weiter, bei der er in Kredit stand.

Diese wiederum suchte den Gastronomen auf, bei dem sie für ihre Zimmerbuchungen mit 100 Euro in der Kreide stand.

Wenige Stunden später überlegte es sich der Gast anders und verließ das Hotel.

Der Gastronom reichte ihm lächelnd den als Kaution hinterlegten 100-Euro-Schein zurück.

Somit tilgten neun Menschen innerhalb weniger Stunden ihre Schulden
und konnten vergnügt in die neue Woche starten.

Die wahre Geschichte vom Geldkreislauf.

Im Bildungssektor wird gutes Geld verdient. Im öffentlich alimentierten Bereich der Fort- und Weiterbildung wird hart um die Gunst der Kunden und der Auftraggeber gekämpft. Alle wollen das Eine: Top weitergebildete Menschen mit dadurch verbesserter Qualifikation und gestiegener Attraktifität für den Arbeitsmarkt. Nun könnte man glauben, das die Trainer, Coaches und Dozenten im Geldregen förmlich untergehen. Weit gefehlt.

Die Trainer- und Beratergilde, die für die Wirtschaft tätig sind, werden sich überwiegend nicht beklagen. Diejenigen, die indirekt für Vater Staat tätig sind und arbeitssuchende für die Wirtschaft weiterqualifizieren, könnten schon die eine oder andere Träne in die Augen bekommen, wenn über die Honorierung gesprochen wird. Gutes Geld für gute Leistung könnte man denken. Wie immer im Leben ist das eine Frage der persönlicher Beurteilung und damit relativ.

Ohne Trainer verdient das Fortbildungsunternehmen keinen Cent und bekommt auch keine Aufträge, weil die Kunden nicht qualifiziert werden. Logisch wäre bei dieser Koexistenz und Abhängigkeit, das Trainer gut und schnell bezahlt werden. Stellenweise nach 45 Tagen – wohlgemerkt nach erfolgter Arbeit oder Zeitinvestition.

Es gibt nicht nur Arbeitssklaven im Billiglohn-Segment, sonden auch in höheren Segmenten. Die Schar der Bereitwilligen ist auf der eine Seite ebenso groß wie auf der anderen. Das ist auch eine Seite der Freiberuflichkeit.

Solltest du jetzt denken es gibt doch Vertragsfreiheit, so hast du recht. Manchmal ist es gut Verträge gründlich zu lesen und mitunter macht der Job mit den Studeten oder Coachees einfach Spaß.

So kann Geldfluss die Wirtschaft in Schwung halten oder sie verlangsamen. Moralische Aspekte bleiben zumindest hier und heute außerhalb der Betrachtung.

Wundervolle Impulse für die nächsten 7 Tage.

Bleibe inspiriert.

Holger

1Quelle: Gisela Rieger; aus dem Buch “Geschichten die dein Herz berühren”; ISBN 978-3-00-053788-2

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