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(Nicht-)Arbeiten in Zeiten von Corona.

(Nicht-)Arbeiten in Zeiten von Corona.

Einfach Karriere. Trotz Corona.

Als Freiberufler ist mein Home Office mein üblicher Arbeitsplatz, wenn ich nicht bei Kunden bin. Dieser gewohnte Arbeitsplatz fühlt sich jetzt irgendwie anders an. Das Arbeiten ist auch irgendwie anders geworden. Meine to do Liste ist die gleiche geblieben. Und doch ist alles irgendwie anders.

Nicht nur, weil Coaching-Termine abgesagt werden und Kunden noch nicht wissen, wie sie mit Videocoaching oder Telefoncoaching umgehen sollen wollen. Beim Einzelcoaching hat mir ein Kunde gestern gesagt ihm fehlt die Wärme bei den digitalen Lösungen. Na ja, so na soll man sich doch nicht mehr kommen dürfen. Bei zwei Meter Abstand zu meinem Coachée empfinde ich auch nur noch im übertragenen Sinn Wärme. Ich spüre diese allerdings auch am Telefon oder bei einer Videotelefonie.

Wie sagen wir in Köln so schön, jeder Jeck ist anders. Wann es wieder zwischenmenschlich warm werden darf steht in den Sternen oder in der DNA des Virus, der uns zu Ruhe, Umdenken und Flexibilität zwingt.

Als Selbständiger bin ich es gewohnt meinen Alltag, insbesondere meinen beruflich, selber zu bestimmen und auch zu beeinflussen. Nun werde ich fremd-bestimmt. Nicht wirklich schön und sehr ungewohnt. Zumal meine Selbstbestimmung eine meiner wichtigsten Werte ist und ein Grund für meine Selbständigkeit.

Was machen mit der ungewollten freien Zeit? Die Outdoor-Möglichkeiten sind politisch-gesellschaftlich auf Einkaufen von Lebensmitteln reduziert worden. Sport geht nur noch alleine – beim Joggen kein Problem. Zumindest solange der Wald nicht gesperrt wird, weil auch er unter Corona-Verdacht steht.

Diese Machtlosigkeit einen Teil meines Lebens nicht mehr frei bestimmen und beeinflussen zu können, finde ich schon ganz schön nervig. Und das schon am ersten Tag, an dem mich die Pandemie direkt mit ihren einschränkenden Regeln trifft. Wie soll das erst in zwei, drei, vier oder sechs Wochen werden?

Das Abarbeiten von to dos gestaltet sich ohne Zeitdruck und mit vermeindlicher Freizeit doch etwas schwieriger. Der erfahrene Freiberufler, der von sich sagt, dass er strukturiert arbeitet, muss sich eingestehen, dass er kalt erwischt wurde. Ich werde mich erst Mal neu organisieren müssen und neue Tages- und Wochen-Ziele benennen.

Vielleicht gönne ich mir den Luxus morgens ohne Wecker wachzuwerden. Möglicherweise schläft mein Körper dann fünf oder fünfzehn Minuten länger. Wobei Morgenstund bekanntlich Gold im Mund hat. Geht das überhaupt in Zeiten von Corona?

Egal, ich stehe dann ab morgen gegen 06:00h auf. Das ist Freiheit. Im Grund hat Arbeite in Zeiten von Corona doch positive Seiten – mittags kann ich Siesta machen und für 30 Minuten Augenpflege betreiben. Echt cool.

So, genug philosophiert, jetzt geht es wieder ran an die Arbeit – ohne Zeitdruck.

Bleibt gesund und inspiriert

Holger

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